§ Urteil vom 23.10.2012 - asds.24

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§ Urteil vom 23.10.2012

§ Gesetze & Urteile + Energiespartip

„Bewohnter“ Hausflur - wann zählt er zur Wohnflächenberechnung mit?

Wird die Wohnfläche einer Wohnung berechnet, zählen dabei grundsätzlich nur die innerhalb der Wohnung liegenden Flächen mit. Ein außerhalb der Wohnung liegender Abstellraum, das Treppenhaus, ein Keller- oder Speicherraum werden bei der Wohnflächenberechnung dagegen nicht mitgezählt.
Das hat seinen Grund: Einerseits zählen diese Flächen nicht mit zur Wohnung , andererseits sind sie auch nicht zum Wohnen vorgesehen.
Doch von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen. Beispielsweise dann, wenn der Mieter seinen Hausflur zum Wohnraum macht.

So wie ein Mieter aus Bonn, der den Flur vor seiner Wohnungstür „mitbewohnte“ und hier mehrere Schränke und Kommoden aufstellte. Zudem wies der mitberechnete Hausflur eine Besonderheit auf: Er war durch ein abschließbare Tür vom allgemeinen Treppenhaus getrennt. Deswegen ließ der Mieter auch öfters seine Wohnungstür offen stehen. Wer den Flur so nutzt, wie man üblicherweise nur Wohnraum nutzt, darf sich nicht beschweren, wenn diese Fläche bei der Wohnflächenberechnung mitgezählt wird.

AG Bonn, Urteil vom 18.4.20012, 203 C55/11

Tipp:
Die Flächen von Kellern, Garagen und Schuppen dürfen Sie nicht beim Berechnen der Wohnfläche mitrechnen. Die Fläche von Balkon und Terrasse dürfen Sie i.d.R. nur zu einem Viertel mitzählen, höchstens jedoch zur Hälfte. Um an die 50 % zu kommen, muss der Balkon oder die Terrasse aber besonders aufwändig gebaut sein oder eine besonders gute Lage haben.

Quelle: Lexware, „Bewohnter Hausflur“ Der zählt bei der Wohnflächenberechnung mit, in: Der VermieterBrief 9/12

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